Über uns - und wie alles angefangen hat
Vor einigen Jahren kam bei der Nachmittagsbetreuung in einer Grundschule ein Mädchen aus der ersten Klasse mit seinem Mathebuch und seinem Heft zu mir und klatschte es mit den Worten "immer dieses blöde Mathe" vor mir auf den Tisch.
Ich war erschüttert. Das Mädchen ging gerade einmal drei Monate zur Schule - und hatte damit noch mindestens fast 9 Jahre Mathe vor sich. Ich dachte, Lernen muß doch Spaß machen. Es ist doch fürchterlich, wenn hier bereits nach so kurzer Zeit der Umgang mit Zahlen schon zu einem Greuel geworden ist!
Beeindruckt von diesem Erlebnis erzählte ich meiner Frau davon und meinte, es müßte doch möglich sein, Rechnen spielerisch zu vermitteln.
Sie hatte eine Idee, die ich zunächst nicht verstand. Sie malte aber am Abend auf ein großes Stück Papier ihre Vorstellung auf. Nun begriff ich ihre grandiose Idee - und wir spielten darauf das erste Mal Addira 20. Seine Besonderheit besteht darin, daß es ein geselliges, kommunikatives Spiel ist . Natürlich hatte es damals noch keinen Namen!
Da ich mit einem Grafik-Programm gut umgehen konnte, bereitete ich das Spiel nun optisch auf, erstellte einen Ausdruck und nahm es mit zu einer weiteren Nachmittagsbetreuung. Die Ansage an die anwesenden Kinder war: Wer mit seinen Hausaufgaben fertig ist, kann mit mir im Nachbarraum an einem Rechenspiel teilnehmen. So schnell waren die meisten Kinder noch nie mit ihren Hausaufgaben fertig geworden! Der Andrang war groß und ich mußte ihn in zwei Gruppen bewältigen. Nach drei Spielrunden klingelte es zum Bedauern der Kinder leider. Der Beweis war für mich da: Mathe lernen geht auch mit Spaß!
Nach Bedarf entwickelte ich nun bei im Nachhilfeunterricht auftretenden Lern- oder Verständnisproblemen weitere Spiele, die Kindern nicht nur bei der Bewältigung von Rechenschwierigkeiten halfen sondern ihnen auch oft einen geradezu lusthaften Zugang zum Rechnen eröffnete. So sind nach und nach 9 Spiele entstanden, von denen Jongleur auch Erwachsenen, die keine Probleme mit den Grundrechenarten haben, riesigen Spaß für Stunden bereitet.
Eine Studentin mit Mathe-Lücken sagte mir nach einer Auffrisch-Stunde: "Wenn Du ein Spiel für Dreisatz-Rechnung entwickelst, bekommst Du dafür einen Orden!" Ich arbeite daran.
Ich lasse mich gerne auch auf andere Problem-Bereiche aufmerksam machen. Vielleicht können wir gemeinsam weitere Spiele entwickeln mit dem Ziel, Kindern einen freudigen Umgang mit Rechnen zu ermöglichen. Als Einstieg gibt es das Kontaktformular.